Finanzstrategie

Uniper strebt eine Balance zwischen attraktiven Dividenden für die Aktionäre und Bilanzstabilität an. Die Finanzstrategie basiert auf den drei Säulen Dividendenpolitik, solide Geldmittelzuflüsse und einem komfortablen Investmentgrade-Rating.

Überblick

Dividendenpolitik

  • Ausschüttung einer an den Erfolg der Geschäftsaktivitäten geknüpften und aus dem freien Cashflow des operativen Geschäfts (FCfO) berechneten Dividende
  • Ziel ist ein neutraler oder positiver freier Cashflow aus operativem Geschäft nach Dividenden
  • Für das Geschäftsjahr 2018 wird auf Basis der Dividendenpolitik von Uniper eine Dividende von €329 Mio. bzw. €0,90 je Aktie beabsichtigt (2017: €271 Mio. bzw. €0,74 je Aktie).

Freier Cashflow

    Unipers Ziel ist die laufende Optimierung des freien Cashflows:

  • Investitionsfokus liegt auf Erhaltungsinvestitionen
  • Wachstumsprojekte werden aus Desinvestitionserlösen finanziert
  • Umsetzung strenger Maßnahmen zur Kostenoptimierung

Kapitalstruktur und Rating

  • Uniper verfolgt eine konservative Finanzstrategie und strebt hierzu die Beibehaltung eines komfortablen Investmentgrade-Ratings (BBB) an
  • Optimale Kapitalstruktur wird über über die Verschuldungskennzahl bestimmt
  • Uniper hält einen komfortablen Liquiditätspuffer für das laufende Geschäft durch Überschussliquidität und Kreditlinien vor

Die Anreize für das Top-Management sind stark an den Interessen der Aktionäre ausgerichtet. Unipers Management verpflichtet sich hohen Standards bei Transparenz und Risikomanagement im Rahmen einer unternehmensweiten Governance.

Dividendenpolitik und freier Cashflow

Die Dividende von Uniper orientiert sich an der Ausschüttungsquote von 75-100% des freien Cashflows des operativen Geschäfts (FCfO). Ab 2016 bis einschließlich 2020 wird eine durchschnittliche jährliche Dividenden-Wachstumsrate von 25% angestrebt. Insgesamt strebt Uniper einen neutralen bis positiven freien Cashflow des operativen Geschäfts nach Dividende an.

Uniper führt laufend Maßnahmen zur Optimierung des freien Cashflows. Der Schwerpunkt wird primär auf Erhaltungsinvestitionen und strenge Kosten- und Optimierungsmaßnahmen gelegt. Wachstumsprojekte sollen aus Desinvestitionserlösen finanziert werden.

Kapitalstruktur & Rating

Uniper hat sich zum Ziel gesetzt, einen Verschuldungsfaktor, d.h. ein Verhältnis von wirtschaftlicher Nettoverschuldung zum Adjusted EBITDA, ~2,0x zu erreichen. Die angestrebte Höhe des Verschuldungsfaktors geht mit Unipers Ziel eines komfortablen Investmentgrade- Ratings einher. Sofern ein komfortables Investmentgrade- Rating auch mit einem höheren Verschuldungsfaktor sichergestellt ist, kann sich dieser temporär auch oberhalb des Zielkorridors bewegen. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Verschuldungsfaktor 2,1x.

in Mrd. € 31.12.2017 31.12.2018 Zielgröße
Rückbauverpflichtungen (AROs) 1,0 1,0
Pensionen 0,7 0,8
Nettofinanzposition (NFP) 0,8 1,5
Wirtschaftliche Nettoverschuldung (WNV) 2,4 3,2
WNV / EBITDA** 1,4x 2,1x ~2,0x

** EBITDA ist das angepasste Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.