Finanzstrategie

Unipers Bestreben ist eine gesunde Balance zwischen attraktiven Zahlungsrückflüssen und Bilanzstabilität. Unipers Finanzstrategie basiert auf den drei Säulen Dividendenpolitik, freier Cashflow und einem komfortablen Investmentgrade-Rating.

Überblick

Dividendenpolitik

  • Vorschlag einer festen Dividende in Höhe von etwa €200 Mio. für 2016 (ca. €0,55 je Aktie)
  • Ab Geschäftsjahr 2017 Ausschüttung einer an den Erfolg der Geschäftsaktivitäten geknüpften und aus dem freien Cashflow des operativen Geschäfts (FCfO) berechneten Dividende
  • Neutraler oder positiver freier Cashflow aus operativem Geschäft nach Dividenden
  • Auf Basis unserer Dividendenpolitik, des Geschäftsausblicks und des Effekts des Verkaufs von Yushno-Russkoje planen wir für das Geschäftsjahr 2017 aktuell eine Erhöhung der Dividende um ca. 15%.

Freier Cashflow

  • Unipers Ziel ist die laufende Optimierung des freien Cashflows:
  • Investitionsfokus liegt auf Erhaltungsinvestitionen
  • Verbleibende Wachstumsprojekte werden aus Desinvestitionserlösen finanziert
  • Umsetzung wirksamer Maßnahmen zur Kostenoptimierung
  • Schuldenreduktion aus dem freien Cashflow sowie Desinvestitionen

Kapitalstruktur und Rating

  • Uniper verfolgt eine konservative Finanzstrategie und strebt hierzu ein komfortables Investmentgrade-Rating an
  • Laufendes Management der Kapitalstruktur über Verschuldungskennzahlen
  • Uniper hält einen komfortablen Liquiditätspuffer für das laufende Geschäft durch Überschussliquidität und Kreditlinien vor

Die Anreize für das Top-Management sind stark an den Interessen der Aktionäre ausgerichtet. Unipers Management verpflichtet sich hohen Standards bei Transparenz und Risikomanagement im Rahmen einer unternehmensweiten Governance.

Dividendenpolitik und freier Cashflow

Als Zielgröße für die Dividendenzahlungen soll den Aktionären für das Geschäftsjahr 2016 eine feste Dividende in Höhe von €200 Mio. vorgeschlagen werden. Für die Folgejahre wird sich die Dividende am freien Cashflow des operativen Geschäfts (FCfO) orientieren. Insgesamt strebt Uniper einen neutralen bis positiven freien Cashflow des operativen Geschäfts nach Dividende an.

Uniper führt laufend Maßnahmen zur Optimierung des freien Cashflows durch. Hierzu sollen die Investitionen auf Erhaltungsinvestitionen reduziert und rigorose Kosten- und Optimierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Verbleibende Wachstumsprojekte sollen aus Desinvestitionserlösen finanziert werden.

Kapitalstruktur & Rating

Unipers Ziel ist es, einen neutralen bis positiven freien Cashflow nach Dividendenzahlungen zu erwirtschaften. In Verbindung mit den angekündigten Veräußerungen von mind. €2,0 Mrd. soll dies Uniper bis zum Jahr 2018 ermöglichen, die angestrebten Verschuldungskennzahlen zu erreichen. Hierfür soll die bestehende wirtschaftliche Nettoverschuldung im Verhältnis zum angepassten EBITDA auf einen Faktor von deutlich unter 2,0 sowie der finanzielle Nettoverschuldungsgrad (Netto-Finanzposition / ang. EBITDA) auf unter 1,0 gesenkt werden. Diese Kennzahlen gehen mit Unipers Ziel eines komfortablen Investmentgrade-Ratings einher.

Die Kapitalstruktur von Uniper zum Zeitpunkt der Börsenplatzierung unterscheidet sich von der früheren Kapitalstruktur. Im Jahr 2015 sind für die „pro-forma wirtschaftlichen Nettoverschuldung“ einmalige Sondereffekte berücksichtigt, die aus den Jahresendzahlen 2015 herausgerechnet wurden. Dazu zählen der Verkauf von „Nordstream I“, die Kapitalerhöhung durch E.ON sowie sonstige Effekte durch Auflösung von beendeten Gewinn- und Verlustteilungserklärungen sowie der Reduzierung des Kredits von Fortum.

in Mrd. € 31.12.2015 Pro Forma*
31.12.2015
30.06.2016 31.12.2016 Zielgrößen
Rückbauverpflichtungen (AROs) 1,0 0,9 1,0
Pensionen 0,8 1,2 0,8
Nettofinanzposition (NFP) 4,9 1,5 2,4
Wirtschaftliche Nettoverschuldung (WNV) 6,7 4,7 3,6 4,2
WNV / EBITDA** 3,9x 2,7x 2,0x Deutlich unter 2,0x
NFP / EBITDA** 2,9x 1,1x Unter 1,0x