Uniper stellt sich erstmals dem Kapitalmarkt vor

  • Vorstandsvorsitzender Klaus Schäfer: „Unser Geschäft ist verlässliche Energieversorgung“
  • Pro-forma-Zahlen spiegeln schwieriges Umfeld der Energiemärkte wider
  • Weitere Maßnahmen zur Optimierung der Kosten und Strukturen erforderlich
  • Aktionäre sollen in Zukunft eine Cashflow-basierte Dividende erhalten

Im Rahmen eines Kapitalmarkttages von E.ON stellte sich die Uniper SE in London Investoren und Medien vor. Das Vorstandsteam von Uniper präsentierte die Aktien-„Story“ des Unternehmens mit detaillierten Informationen zum Markt, zum Portfolio und zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Klaus Schäfer, Vorstandsvorsitzender von Uniper: „Unser Geschäft ist die verlässliche Versorgung unserer Kunden und Märkte mit Energie. Die Basis dafür sind die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter und ein ausgewogenes Portfolio an Anlagen, die einen sicheren Energiefluss gewährleisten – seien es Kraftwerke, Speicher, Pipelines oder auch modernste Handelssysteme. Der Wandel der Energiesysteme bietet ausreichend Chancen für Uniper, denn Sicherheit in der Energieversorgung hat in allen Ländern einen hohen Wert. Wir wollen Partner und Stütze der Energiemarkt-Transformation in Europa und weltweit sein.“

Erste Pro-forma-Zahlen für Uniper geben die Entwicklung der Uniper-Aktivitäten innerhalb des E.ON-Konzerns in den vergangenen Jahren wieder. Demnach erwirtschafteten die drei Uniper-Segmente ‚Europäische Erzeugung‘, ‚Globaler Handel‘ und ‚Internationale Stromerzeugung‘ im letzten Jahr ein Bereinigtes EBITDA von 1,7 Milliarden Euro (2014: 2,0 Milliarden Euro) und ein Bereinigtes EBIT von 0,8 Milliarden Euro (2014: 0,8 Milliarden Euro). Alle drei Uniper-Segmente lieferten positive Ergebnisbeiträge. Der Operative Cashflow vor Zinsen und Steuern betrug im letzten Jahr 2,0 Milliarden Euro (2014: 1,7 Milliarden Euro).

Angesichts der aktuellen Verwerfungen auf den weltweiten Energiemärkten und des Verfalls der Strom- und Gaspreise stellten Schäfer und Finanzvorstand Christopher Delbrück die Notwendigkeit dar, weitere durchgreifende Maßnahmen zu erarbeiten. Ziel sei es, das Unternehmen organisatorisch weiter zu verschlanken und dabei entsprechend die Kosten anzupassen. Angesichts der ökonomischen Nettoverschuldung auf Pro-forma-Basis in Höhe von 4,7 Milliarden Euro sei zudem eine deutliche Reduktion des Verschuldungsgrades geboten. Ziel sei es, insbesondere mit Blick auf einen verbesserten Marktzugang ein komfortables Investment-Grade-Rating für Uniper zu erreichen. Dafür sei es unter anderem notwendig, das Investitionsvolumen des Unternehmens deutlich zu verringern und sich von Aktivitäten in der Größenordnung von mindestens 2 Milliarden Euro zu trennen. Schäfer: „Uniper soll so schlank aufgestellt sein, dass unser Unternehmen auch in einem weiter schwierigen Umfeld handlungsfähig bleibt und seine führende Rolle in der Industrie beibehalten kann. Alle Maßnahmen sollen schnell greifen und bis 2018 ergebniswirksam abgeschlossen sein.“

Für das Jahr 2016 sollen 200 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet werden. Ab 2017 sollen Dividendenzahlungen an die Aktionäre dann aus dem freien Cash des operativen Geschäfts gezahlt werden. Sie sind damit an den Erfolg der Geschäftsaktivitäten geknüpft.

Anlass der Veranstaltung in London ist die Einberufung der diesjährigen ordentlichen E.ON-Hauptversammlung in Essen am 8. Juni. An diesem Tag soll die Abspaltung einer Mehrheitsbeteiligung an der Uniper-Gruppe beschlossen werden. Hierfür ist eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent des in der Hauptversammlung vertretenen Kapitals notwendig. Der so genannte Spaltungs- und Übernahmevertrag ist zusammen mit dem ebenfalls heute veröffentlichten Spaltungsbericht die formale Grundlage für die Entscheidung der Aktionäre. Sollten die E.ON-Aktionäre mit der erforderlichen Mehrheit zustimmen, könnten noch in diesem Jahr rund 53 Prozent der Uniper-Anteile in Form von neuen Uniper-Aktien an die E.ON-Aktionäre übertragen werden. Die Uniper-Aktien sollen zum Börsenhandel zugelassen werden. Das Ausgabeverhältnis wird bei zehn zu eins liegen. E.ON-Aktionäre erhielten also für jeweils zehn E.ON-Aktien zusätzlich eine Uniper-Aktie in ihr Depot eingebucht. Mittelfristig will sich E.ON von allen Uniper-Anteilen trennen. Schon seit Jahresbeginn ist Uniper operativ selbständig, seit dem 14. April in der Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (SE).

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Uniper SE und anderen derzeit für diese verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Uniper SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren oder an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.



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